Ironie

Warum es sich lohnt…auch hin und wieder mit einer großen Portion Ironie durchs Leben zu gehen

Der Tag, an dem ich mich entschied, einen Irischen Wolfshund bei mir aufzunehmen, war geprägt von Trauer um meinen Mars. Doch obwohl der Schmerz über den Verlust über meinen ersten eigenen Hund noch nicht mal angefangen hat, wusste ich, dass ich ohne Hund nicht leben kann und will.
In ganz jungen Jahren sah ich den ersten Hund dieser imposanten Rasse. Ich wusste, dass ich irgendwann einmal einem solchen Hund ein Zuhause bieten möchte, wenn die Zeit reif ist.

Seltsamerweise erreichten mich in dieser Zeit immer wieder Fragen und Aussagen, wie diese:

Bist du sicher, dass du wieder einen Hund haben willst?
-Quatsch, ich handle doch immer total spontan und unüberlegt!

Du holst dir aber nicht wieder einen, oder? Nach allem, was mit Mars passiert ist?
-Stimmt, ich höre einfach auf zu Leben!

Dass du weiterhin noch mit Hunden arbeiten kannst….
-Blöderweise liebe ich Hunde. Und ja, auch jeden einzelnen Hund meiner Kunden-jeden auf seine eigene Weise! Warum also darauf verzichten?

Es muss doch unglaublich schwer sein, jetzt noch jeden Tag andere Hunde zu sehen?!
-Äh…warum? Soll ich in den Keller gehen, damit ich nichts Schlimmes mehr erfahre? Gute Idee…;-)

So einen großen?
-Und ich dachte immer, dass ich meine eigenen Entscheidungen treffen kann…von daher, JA, so einen großen.  Mir war gar nicht bewusst, dass meine Entscheidung das Leben anderer soooo beeinträchtigt. Bezahlt ihr meine Lebenshaltungskosten, die Versorgung meines Hundes? Kümmert ihr euch? Nein? Dann dürft ihr euch gerne raushalten.

Dann bist du ja wieder so abhängig und kannst nicht in den Urlaub fliegen oder abends weggehen!

-Ach so.  Das mit dem Fliegen habe ich die letzten 20 Jahre nicht gemacht, also warum sollte ich das jetzt wollen?! Wenn jemand meine Gesellschaft und Freundschaft davon abhängig macht….vielen Dank fürs Gespräch… Im übrigen bin ich sehr gerne zu Hause.

Deshalb habe ich/haben wir keine Tiere

-Das ist sehr Schade für euch…und eure Entscheidung. Aber ich möchte nicht auf die tollen Erfahrungen und Momente verzichten. Wenn ihre so große Angst vor den Gefühlen wegen dem irgendwann eintretenden schmerzhaften Verlust habt, hoffe ich sehr für eure Partner, dass ihr trotzdem lieben könnt. Beides gehört bekanntermaßen zusammen.

Jetzt hattest du endlich mal wieder bisschen mehr Zeit – ohne Hund/Verpflichtungen

-Ich verstehe diese Aussage nicht, tut mir leid!

Der kann den Mars aber nicht ersetzen, das weißt du?
-Ja, vielen Dank. Ich bin immer froh, dass andere mir sagen, was ich mit meinem Leben anfangen und wie ich mich fühlen soll:-) Es sei gesagt, meinen Seelenhund Mars kann niemand ersetzen. Aber Moon vom ersten Moment an  zu lieben war das heilsamste und einfachste was mir passieren konnte!

Mars hat so viel in mir gepflanzt, es wäre Schade, wenn ich das jetzt nicht weitergeben würde. Anja Frank schrieb mir nach unserem ersten Kennenlernen: Nadine, du kannst und darfst dich auf den neuen Hund freuen! Danke, Anja. Du weißt nicht, wie gut es mir getan hat, diese Zeilen von dir zu lesen. Sie haben ihre Wirkung nicht verfehlt.
Wir dürfen nie aufhören immer wieder von vorne anzufangen

Was soll man also mit solchen unsinnigen Aussagen anfangen?  NICHTS!!!

Und doch danke ich allen Menschen, die mir diese Worte gesagt haben. Danke, dass ich in eurem Leben eine so große Rolle spiele;) Ob es andersrum so ist….????

Fakt ist: Ich habe meinen tollen Irischen Wolfshund zu Hause und könnte nicht zufriedener sein. Es hat einfach was gefehlt.

Liebe Hundehalter und alle Menschen mit Verstand…
solltet auch ihr mit denselben oder ähnlichen sinnfreien Aussagen konfrontiert werden, seid behutsam mit den gedanklich eingeschränkten Menschen. Sie wissen es nicht besser. Zeigt ihnen, dass es möglich ist und lasst euch von euren Wünschen, Sehnsüchten, kurz gesagt vom Leben nicht abhalten. Liebt, lebt, leidet. Das Leben ist selten gerecht…macht was draus.

Wir können unser Leben planen und uns um unsere Lieben kümmern, gelenkt wird es von oben! Das habe ich auf die für mich schmerzhafteste Weise erfahren und kann mich glücklich schätzen, fantastische Freunde zu haben, die mit mir zusammen diese Zeit überstanden und mich ausgehalten haben. Den Sinn aus dem Ganzen habe ich für mich erkannt. Es erklärt sich von selbst, dass ich diesen nicht öffentlich teile.

Ich bin mir sicher und wünsche mir, dass diese Gedanken, den ein oder anderen zum Nachdenken anregen! Wenn dem so ist, lasst mich und andere an euren Gedanken teilhaben.

Jeden, der diese provokanten Aussagen von persönlichen Angriffen unterscheiden kann…willkommen in meiner Hundeschule. Alle anderen….ihr schafft das, ich glaube an euch;-)

 

Wagen Sie den Sprung in ein neues Hund-Mensch-Team.